Mittwoch, 11. Dezember 2024

Abfindungen können den Verlust eines Arbeitsplatzes finanziell abfedern

Aus einer beruflichen Tätigkeit mit einem goldenen Handschlag auszuscheiden, das ist die Vorstellung, die viele haben, wenn es um Abfindung geht. Mit der Abfindung macht ein Chef seinem Mitarbeiter den Abschied vom Unternehmen einfacher. Spektakulär sind oft die Abfindungen in mehrfacher Millionenhöhe für Führungskräfte. Die Mehrzahl der Entschädigungen liegen wesentlich niedriger.


Anspruch auf Abfindung nicht grundsätzlich verbrieft




Auch wenn sich diese Meinung hartnäckig hält: Einen durchgehenden rechtlichen Anspruch auf eine Abfindung gibt es nicht. Trotzdem wird sie häufig gezahlt. Der Grund ist einfach. Viele Arbeitgeber, die sich von Mitarbeitern trennen wollen, möchten vor allem Prozesse vor den Arbeitsgerichten umgehen. Die strengen Regeln des Kündigungsschutzes in Deutschland lassen teure Klagen gegen Entlassungen grundsätzlich zu. Billiger kann es werden, mit einer Abfindung zu winken, wenn der Arbeitnehmer auf Klage verzichtet. Mitarbeiter, die ihre rechtliche Situation kennen, können höhere Entschädigungen für sich aushandeln.


Ausnahmsweise eine Abfindung gibt es auch, wenn



* Tarifverträge diese Möglichkeit grundsätzlich festlegen

* Betriebsvereinbarungen für Gruppen von Mitarbeitern diese Kompensation vorsehen

* einzelne Arbeitsverträge, etwa von Führungskräften, eine solche Klausel beinhalten

* Betriebsräte bei Entlassungen das in Sozialpläne vereinbaren






Abfindungen bei betriebsbedingten Kündigungen




Einen rechtlich durchsetzbaren Anspruch auf eine Abfindung haben Arbeitnehmer nach dem Paragraph 1a des Kündigungsschutzgesetzes. Ihnen steht die Zahlung einer Entschädigung von ihrem Arbeitgeber immer dann zu, wenn sie auf eine Klage gegen ihre Kündigung verzichten. Dann haben sie Anspruch auf ein halbes Monatsgehalt pro Jahr der Beschäftigung. Das soll vor allem Mitarbeitern helfen, die lange in einem Unternehmen tätig waren und unter Umständen nur kurze Zeit bis zu einer Rente zu überbrücken haben.





Wer sich auf darauf einlässt, sollte seine Rechte gut kennen. Eine Abfindung steht dem Arbeitnehmer nur unter bestimmten Umständen zu. So muss für den betreffenden Fall das Kündigungsschutzgesetz gelten. Das ist nur der Fall, wenn



* das Arbeitsverhältnis seit mindestens sechs Monaten besteht

* das Unternehmen über zehn Mitarbeiter beschäftigt

* diese in Vollzeit arbeiten






In kleineren Firmen gibt es diese Entschädigung bei einer betriebsbedingten Kündigung nicht.


Gründe müssen im Unternehmen liegen




Das Verhalten eines Arbeitnehmers kann dafür sorgen, dass er ein Recht auf eine Abstandszahlung verwirkt. Denn die Abfindung in der gesetzlich vorgesehenen Höhe von einem halben Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr gibt es nur bei Kündigungen aus dringenden betrieblichen Erfordernissen. Das kann die wirtschaftliche Schieflage des Unternehmens ein, ein Auftragsrückgang oder eine Umstrukturierung. Kündigt der Chef einem Mitarbeiter wegen dessen Verhalten, gibt es kein Geld. Das Kündigungsschreiben muss auf die betrieblichen Erfordernisse hinweisen.


Übrigens kann auch im Rahmen einer Kündigungsschutzklage vom Gericht eine Entschädigung festgelegt werden. Klagt ein Arbeitnehmer erfolgreich gegen seinen Arbeitgeber, ist das sogar in aller Regel der Fall. Denn selten kehrt der Mitarbeiter dann auf seinen Arbeitsplatz zurück. Auch Gerichte legen die Entschädigungssummen nach der Formel halbes Bruttogehalt mal Beschäftigungsjahr fest. Oft gibt es aber auch Vergleiche, bei denen die Summe höher liegt.


Sozialabgaben und Steuern




Das ist positiv: Abfindungen sind kein Arbeitsentgelt. Sie sind Entschädigungen für den Verlust des Einkommens. Deshalb müssen auch keine Sozialbeiträge auf diese Gelder gezahlt werden. Auch das Arbeitslosengeld wird nicht gekürzt, wenn es solche Zahlungen gab. Eine Abfindung gehört dem Mitarbeiter, staatliche Forderungen bleiben außen vor.


Selbst der Fiskus behandelt Abfindungen mit gewissem Respekt. Er wendet bei der Berechnung der Einkommensteuer die mildere Fünftelungsregelung an. Dabei wird die Entschädigungssumme durch fünf geteilt. Ein Fünftel wird mit dem Jahreslohn addiert. Daraus wird eine Steuer errechnet. Der Finanzbeamte vergleicht dann die Summe mit der Steuer, die ohne Abfindung fällig wäre. Die Differenz aus beiden Summen wird mal fünf genommen. Somit gilt die günstige Besteuerung für ein fiktives Fünftel der Ablöse dann für die volle Abfindung.


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Was bedeutet die Wiederwahl von Donald Trump für Geldanleger?

Mit dem Wahlsieg von Donald Trump zum nächsten US-Präsidenten wird ein Wendepunkt mit weitreichenden Konsequenzen markiert – nicht nur politisch, sondern auch für die Weltwirtschaft und die internationalen Finanzmärkte. Donald Trumps zweite Präsidentschaft steht für eine neue Ära wirtschaftlicher und handelspolitischer Ausrichtung, deren Auswirkungen Anleger, Unternehmen und ganze Volkswirtschaften vor neue Herausforderungen stellen. Dieser Beitrag…
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Dienstag, 10. Dezember 2024

Rentenversicherung – Wie hoch werden die Leistungen sein?

Immer weniger Beitragszahler müssen immer mehr Ruheständler finanzieren, Vater Staat ächzt unter der Last seiner Zuschüsse. Längst ist ausgemacht, dass die gesetzlichen Leistungen in Zukunft weiter sinken – damit wird Altersvorsorge immer mehr zur Privatsache. Die höhere Lebenserwartung und die sinkenden Geburtenraten haben daran den größten Einfluss.

Der Rentenrechner vom Deutschen Institut für Altersvorsorge GmbH (DIA) kann ein Stück weit dazu beitragen, die individuelle Notwendigkeit einer Altersvorsorge aufzudecken und so den Handlungsbedarf zu verdeutlichen. Die Planung der eigenen Altersvorsorge ist komplex und eine höchst individuelle Angelegenheit. Nehmen Sie daher eine fachkundige Beratung in Anspruch.

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Montag, 9. Dezember 2024

Was ist eine Verbraucherschlichtung und was bringt sie?

Wer bei Streitigkeiten Recht hat und wer nicht, dies muss nicht immer ein Gericht entscheiden. Für Verbraucher steht als Alternative die sogenannte Verbraucherschlichtung zur Verfügung. Wenn man sich als Kunde im Streitfall mit einem Unternehmen nicht einigen kann, so schlichtet ein Dritter. Für den Verbraucher ist dieses außergerichtliche Verfahren in der Regel kostenlos.

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Freitag, 6. Dezember 2024

Für teure Musikinstrumente ist eine Spezial-Versicherung sinnvoll

Wenn die eigenen Kinder musizieren, ist dies eine schöne Beschäftigung. Bei bestimmten Musikinstrumenten, beispielsweise einer Geige, kann dies auch ganz schön teuer sein. Deshalb sollte man auch daran denken, wenn das wert­volle Instrument einmal kaputt ­geht, vergessen oder gestohlen wird. Mit speziellen Versicherungen für Musik­instru­mente kann man einen Rund­umversicherungsschutz bekommen.


Spezieller Versicherungsschutz zu empfehlen




Nach einem aktuellen Tarifvergleich rät auch Stiftung Warentest, für teure Musikinstrumente eine Extra-Versicherung abzuschließen und so einem finanziellen Verlust bei Diebstahl, Transportschäden, Vergess­lich­keit oder anderen Beschädigungen vorzubeugen. Auch für Familien mit Kindern kann dies sinnvoll sein und sich im Schadensfall als einzig richtige Lösung erweisen. Das Besondere: Der Versicherer zahlt im Rahmen einer „Allgefahren­deckung“. Sie umfasst Beschädigungen, Diebstahl, Abhanden­kommen und eben auch Liegenlassen. Wenn der Musikschüler gedanken­verloren seine Gitarre im Zug vergisst, ist das nicht grob fahr­lässig, sondern eine Unacht­samkeit – ein menschlicher Fehler, der im Alltag nun mal passiert.





Nur mit Spezial-Versicherungen richtig abgesichert




Da die Hausratversicherung in diesem Fall nicht zahlt, auch wenn das Instrument in der eigenen Wohnung beschädigt wird, ist eine Kostenübernahme ohne einen zusätzlichen Vertrag ausgeschlossen. Ein Instrument im Wert von 2.000 Euro lässt sich schon ab einem Jahresbetrag von 30 - 135 Euro zum Neuwert versichern. Eine Band mit einem Equipment von 20.000 Euro Wert genießt den vollen Versicherungsschutz für 500 - 700 Euro Jahresbeitrag.


Mit der Allgefahren­deckung bieten Musik­instru­menten­versicherungen einen weit­gehenden Schutz. Er gilt sogar, wenn man kurz­fristig sein Musikinstru­ment einem Bekannten ausleiht. Ausgenommen sind nur die Risiken, die extra im Vertrag stehen. Es sind eher Selbst­verständlich­keiten wie Vorsatz, Verschleiß, Krieg und Atom­katastrophen. Auch leichte Schrammen sind mitunter ausgeschlossen.


Nicht alle Versicherungsgesellschaften haben diese Musik­instru­menten­-Versicherungen in ihrem Angebot. Marktführer im Bereich Versicherung für Instrumente ist laut Stiftung Warentest die Marke Sinfonima der Mannheimer Versicherung. Statt einen Einzel­vertrag abzuschließen, kann man sich auch einem Gruppen­vertrag anschließen. Solche Gruppen­verträge bieten viele Vereine, Verbände oder Musikschulen an.


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Mittwoch, 4. Dezember 2024

Ihre Finanzplanung – Tipps für die persönliche Finanzstrategie

Was versteht man unter einer persönlicher Finanzplanung? Mit klaren Zielvorstellungen und einem guten Überblick über sein Budget werden die Grundlagen geschaffen. Denn für eine erfolgreiche persönliche Finanzplanung gilt es ein paar Voraussetzungen zu erfüllen. 

Mit den Tipps und Tricks in diesem Beitrag, kann der Finanzplanungsprozess in überschaubare, kleinere Schritte aufgeteilt werden. Dadurch können die finanziellen Ziele in den verschiedenen Lebensphasen einfacher erreicht werden.

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Dienstag, 3. Dezember 2024

Sonderkündigungsrecht Kfz-Versicherung: Auch nach Ablauf der Wechselfrist ist eine Kündigung möglich

Hat man die Wechselfrist im November bei seiner Kfz-Versicherung verpasst oder die Beitragsrechnung ist erst im Laufe des Novembers eingetroffen, kann unter bestimmten Voraussetzungen auch nach dem 30.11. der Altvertrag gekündigt werden, um zu einem anderen Autoversicherer zu wechseln. Möglich macht dies ein Sonderkündigungsrecht, dass unter bestimmten Voraussetzungen anwendbar ist. Wichtig: Die Kündigungsfrist beträgt nur…
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