Dienstag, 10. März 2026

Vermögenswerte: Vererben sollte gut überlegt sein

Ein Testament verhindert den Streit zwischen den Erben und regelt den Nachlass eindeutig. Nicht einmal ein Drittel der Deutschen verfasst eine letztwillige Verfügung, obwohl laut einer Umfrage jeder Fünfte ein Vermächtnis von über 100.000 Euro hinterlassen wird. Ist vom Verstorbenen keine Nachlassregelung vorhanden, so bestimmt das Bürgerliche Gesetzbuch die Verteilung. Jedem gehört alles und meistens geht das nicht ohne Streit über die Bühne. Besonders in der heutigen Zeit, wo viele Paare ohne Trauschein zusammenleben, ist ein Testament besonders wichtig, da bei Unverheirateten die Partner und Lebensgefährten ansonsten leer ausgehen.


Nachlassverfügung richtig verfassen




Die Erstellung einer Nachlassverfügung ist gerade in solchen Fällen unerlässlich. Entweder wird diese beim Notar aufgesetzt oder vom Erblasser handschriftlich geschrieben. Es muss mit der Unterschrift und dem Datum der Erstellung versehen sein. Empfehlenswert ist auch, die vollständigen Namen mit Geburtsdatum der Erben zu nennen. Eheleuten ist es möglich, ein gemeinschaftliches Testament aufzusetzen, das Berliner Testament ist die üblichste Form einer gemeinsamen Nachlassregelung. Dieses bestimmt, dass der Ehepartner alles erhält, den Kindern steht ihr Anteil erst nach dem Tod des zweiten Elternteils zu.





Der letzte Wille kann aber nur von beiden gemeinsam geändert werden, ist also ein Ehepartner bereits verstorben, hat der zurück Gebliebene keine Chance mehr, etwas an dem Nachlassdokument zu ändern, es sei denn, es gibt darüber einen gesonderte Vereinbarung. Unverheiratete können ihren letzten Willen nicht in einem gemeinsamen Dokument festhalten, jeder verfasst sein eigenes Schriftstück.


Testament vor gesetzlicher Erbfolge




In der letztwilligen Verfügung ist geregelt, welche Personen welche Gegenstände für sich alleine erhalten sollen. Der Rest des Vermögens wird unter der Erbengemeinschaft aufgeteilt. Ein Testament steht immer vor der gesetzlichen Erbregelung, der Erblasser sollte aber auf jeden Fall auf den Pflichtanteilsanspruch achten. Selbst wenn man sich zu Lebzeiten nicht unbedingt Gedanken über den Tod machen möchte, ist es wichtig, für ein Testament zu sorgen, damit die Hinterbliebenen gut und gerecht versorgt zurück bleiben.


Neben dem Testament sollte auch eine Übersicht der Haushaltsfinanzen für die Erben zur Verfügung stehen. Hier ist eine Finanzanalyse von großem Vorteil, da darin alle Finanzbereiche dokumentiert sind. Für die Erben ermöglicht dies einen schnellen Überblick und es können unkompliziert die notwendigen Veränderungen vorgenommen werden.


Wichtige Aspekte des Vererbens:





* Testament/Erbvertrag: Ein Testament muss handschriftlich verfasst, datiert und unterschrieben sein. Es erlaubt die persönliche Verteilung des Vermögens.

* Gesetzliche Erbfolge: Ohne Testament greift die gesetzliche Erbfolge, die oft nicht dem persönlichen Wunsch entspricht.

* Pflichtteil: Nahe Angehörige (Kinder, Ehegatten) haben Pflichtteilsansprüche, auch wenn sie enterbt wurden.

* Schenkung zu Lebzeiten: Immobilien können steuergünstig an Kinder übertragen werden (Schenkung alle 10 Jahre möglich).

* Testamentsvollstrecker: Zur Sicherung des letzten Willens kann ein Testamentsvollstrecker eingesetzt werden.

* Vermeidung von Streit: Klare Formulierungen im Testament helfen, Erbengemeinschaften und Konflikte zu vermeiden.

* Beratung: Eine rechtliche Beratung durch einen Notar oder Anwalt wird empfohlen.






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Montag, 9. März 2026

Ab wann zahlt die Krankenkasse Krankengeld

Arbeitnehmer brauchen manchmal eine längere Auszeit, damit sie von einer Krankheit richtig genesen. Der Arbeitgeber zahlt in einem solchen Fall das Gehalt sechs Wochen lang weiter. Sollte der Mitarbeiter dann immer noch nicht genesen sein, tritt seine Krankenkasse mit der Krankengeldzahlung ein.

Die Krankengeldhöhe beträgt im Regelfall 70 Prozent des beitragspflichtigen Bruttogehaltes. Damit das Krankengeld aber von Anfang an in voller Höhe gezahlt wird, müssen Versicherte einiges beachten.

Ab wann zahlt die Krankenkasse Krankengeld
 

Sonntag, 8. März 2026

Zinskommentar August 2025 – Keine Zinssenkung der EZB erwartet und Bauzinsen weiter in Seitwärtsbewegung

Nach der Sommerpause steht der erste Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) an und mit ihm ein Blick auf die Entwicklung der Baufinanzierungszinsen in den vergangenen und zukünftigen Wochen. Die Analyse sowie eine Einschätzung zum aktuellen Stand des Immobilienmarktes und der Förderlandschaft sehen Experten weiter eher in einer Seitwärtsbewegung. Moderate Seitwärtsbewegung der Bauzinsen im Prognosekorridor Der…
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Freitag, 6. März 2026

Infrastruktur als Gewinner der globalen Investitionsoffensive

Eine effiziente Infrastruktur ist die Grundlage für eine erfolgreiche Wirtschaft und doch wurde sie in vielen Industrienationen sträflich vernachlässigt. Der jahrzehntelange Investitionsstau ist in Anbetracht vielfältiger Herausforderungen, wie dem steigenden Energiebedarf und geopolitischer Spannungen, zu einem Risiko geworden. Dies soll sich dringend ändern. Neben den großen Infrastrukturinvestments in Deutschland haben auch andere europäische Staaten und…
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Donnerstag, 5. März 2026

Sind Bitcoin, Ethereum & Co. eine sinnvolle Anlageergänzung?

Das Interesse an Bitcoin, Ethereum & Co. hat zuletzt stark zugenommen. Viele Anleger stellen sich die Frage, ob sie Kryptowährungen als Anlageklasse auch künftig ignorieren können. Eine allgemeingültige Antwort, ob und wie man investieren sollte, gibt es nicht, zumal geeignete Produkte noch rar gesät sind.

Gerade bei jüngeren und technikaffinen Anlegern ist das Interesse oftmals groß. Aber auch klassische Investoren stellen sich mit Blick auf die zuletzt herausragende Wertentwicklung von Kryptowährungen die Frage, ob sie es sich leisten können, diese Anlageklasse zukünftig zu ignorieren. Nachstehend soll daher das Für und Wider abgewogen werden.

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Mittwoch, 4. März 2026

Herdenverhalten: Warum Anleger gerne der Masse folgen

Der Mensch ist nachweislich ein Herdentier. Dies äußert sich nicht nur im Kaufverhalten und darin, dass Sie gerne besitzen wollen, was der Nachbar bereits hat, sondern auch in Spekulationen und bei Geldanlagen. Dabei werden häufig sehr hohe Risiken eingegangen und darauf gehofft, dass sich die Masse (Herdenverhalten) schon nicht irren und die richtige Entscheidung treffen wird. Der Wunsch nach Konformität ist ein Grund, warum Anleger der Masse folgen und so einen Trend ins Leben rufen, der sich nicht selten mit unvorhersehbar hohem Risiko aufzeigt und nur auf dem Herdentrieb, nicht aber auf Information und innerer Überzeugung folgt.


Eines der berühmtesten Beispiele für Herdenverhalten




Die Tulpenmanie in Holland war eine geplatzte Blase, in der Tulpenzwiebeln zum Spekulationsobjekt wurden. Durch die starke Nachfrage und einem knappen Angebot stiegen die Preise für Tulpenzwiebeln von 1636 bis 1637 um teilweise das 50-fache in astronomische Höhen. Auf dem Höhepunkt der Blase erreichten seltene Zwiebeln sogar einen Preis eines einem Amsterdamer Grachtenhauses. Spätestens hier wurde vielen der Irrsinn bewusst und die Angst vor fallenden Kursen führte zu Verkäufen. Es folgte ein fataler Crash und innerhalb von drei Monaten fielen die Preise um rund 90 %, ohne sich noch einmal zu erholen. Jüngere Spekulationsblasen angefeuert durch Herdenverhalten, sind die bekannte Dot Com-Blase zur Jahrtausendwende und das Platzen der Immobilienblase 2007 in den USA.





Massenanlagen erhöhen die Gefahr der Spekulationsblase




Der versierte Anleger kauft dann, wenn praktisch niemand Interesse an Aktien hat und nutzt die günstigen Angebote, sowie den Ankauf und die Anlage fernab der Herde. Durch den Hype von Massenanlagen erhöht sich das Problem der Spekulationsblase enorm. Hat der Nachbar sein neues Auto beispielsweise von einem Börsengewinn gekauft und tut das kund, sehen Sie sich ebenfalls dazu animiert, sich den Wunsch nach einem neuen Auto von einem Börsengewinn kaufen möchten. Auch wenn Sie vorher nicht über Aktien nachgedacht haben, hat Sie der Herdentrieb erwischt und sie folgen der Masse, die genauso wie Sie an der Börse spekulieren und hohe Renditen erhoffen.


Herdenverhalten gibt es nicht nur in Boomzeiten




Das Herdenverhalten kann auch in fallenden Märkten fatal sein. So gaben beispielsweise Ende 2002 zahlreiche Anleger auf und verkauften ihre Aktien, da die Aktienkurse über zwei Jahre gefallen sind. Im Gegenzug flüchteten viele Investoren in die vermeintlich sicheren Häfen der Geldmarktfonds. Ungefähr zeitgleich fanden allerdings die Aktienmärkte ihren Boden und drehten nach oben, was zum Beginn einer fünf Jahre dauernden Rally führte. Wer damals der Masse folgte, musste zwar keine Verluste erleiden, aber die entgangenen Gewinne waren mindestens genauso schmerzlich.


Trends vermindern die Gewinne




Der Hype bei Anlagen könnte schon als neuer Trend gesehen. Experten warnen davor, bei Geldanlagen der Masse zu folgen und die eigene Individualität gänzlich in den Hintergrund zu drängen. Durch unüberlegte Spekulationen aufgrund von Anlagen in der Masse, verringern sich die Gewinne des Einzelnen. Auch die Spekulationsblase rückt so in greifbare Nähe, da viele Anlagen nicht aus eigenem Kapital, sondern aus Krediten und somit aus nicht im Besitz befindlichen Geld getätigt werden. Bei Geldanlagen sollten Trends außen vor bleiben und mit dem Kopf entschieden werden.


Wie kann man sich davor schützen




Als wichtigen Punkt sollte man die eigenen Entscheidungen hinterfragen und analysieren sowie gegensätzliche Meinungen einzuholen. Weiterhin ist es sinnvoll nur in Branchen und Sektoren zu investieren, von denen man was versteht. So war beispielsweise Warren Buffett während der Dot Com-Blase nicht in Internettitel investiert, da er von diesen Unternehmen nach eigener Aussage zu wenig verstand. Der beste Schutz vor dem gefährlichen Herdenverhalten ist allerdings ein sorgsam aufgebautes, gut diversifiziertes Portfolio. Eine Strategie, in wenig korrelierte Anlageklassen zu investieren, hat sich in der Vergangenheit als äußerst stabil gezeigt und konnte langfristig attraktive Renditen erzielen.


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Dienstag, 3. März 2026

Gesundheitsfragen bei Versicherungen – Kenntnis der Arztakte ist wichtig

Für die Beantragung einer Berufsunfähigkeitsversicherung oder Krankenversicherung, bekommt man als Versicherungsnehmer vor Vertragsabschluss Fragen zu seinem Beruf und zu seiner Gesundheit von der Versicherung gestellt.

Diese Auskünfte über das berufliche und persönliche Risiko sind ausschlaggebend für die Höhe der Beiträge. Die Kunden sollten diese Fragen ehrlich beantworten, da die Versicherungen die Angaben vor Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung oder Krankenversicherung prüfen.

Gesundheitsfragen bei Versicherungen - Kenntnis der Arztakte