Am 1. März beginnt die neue Moped-Saison. Mit dem Zweirad darf dann nur noch auf die Straße, wer das neue schwarze Kennzeichen hat. Wer weiterhin mit dem grünen Kennzeichen fährt, riskiert ein Bußgeld und möglicherweise jede Menge Ärger. Denn ohne ein gültiges Schild erlischt nicht nur der Versicherungsschutz: Der Fahrer macht sich auch strafbar. Speziell wenn Personen durch eigenes Fehlverhalten verletzt oder gar getötet werden, kann ein fehlender Haftpflicht-Schutz direkt in die Schuldenfalle führen.
Im Zweifel muss der Verursacher dem Geschädigten neben Schmerzensgeld zum Beispiel auch den Lohnausfall, den behindertengerechten Umbau der Wohnung, Behandlungskosten und eine Rente zahlen: Schnell kommen so sechs- oder gar siebenstellige Beträge zusammen. Der Verursacher haftet mit seinem gesamten Vermögen.
Für welche Fahrzeuge gilt das Versicherungskennzeichen?
Mofas, Mopeds und E-Scooter dürfen ab dem 1. März nur noch mit dem dann gültigen farbigen Kennzeichen unterwegs sein. Die bisherigen Nummernschilder verlieren ihre Gültigkeit. Folgende Fahrzeuge brauchen das klassische Versicherungs-Kennzeichen mit den Maßen 13,0 x 10,1 cm:
* Kleinkrafträder wie Mofas und Mopeds, die nicht mehr als 50 Kubikzentimeter Hubraum haben und nicht schneller als 45 km/h fahren.
* Elektrofahrräder mit einer Tretunterstützung bei Geschwindigkeiten über 25 km/h oder einer tretunabhängigen Motorunterstützung über 6 km/h bis maximal 45 km/h.
* Quads und Trikes mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von maximal 45 km/h und einem Hubraum von maximal 50 Kubikzentimetern.
* E-Roller, die über eine Betriebserlaubnis verfügen und maximal 45 km/h schnell sind.
Motorisierte Krankenfahrstühle
* Mofas und Mopeds aus DDR-Produktion mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 60 km/h, die bereits vor dem 01.03.1992 versichert waren.
Diese Fahrzeuge brauchen die Versicherungs-Plakette mit den Maßen 6,7 x 5,5 cm:
* E-Scooter oder Segways, für die eine Betriebserlaubnis entsprechend der am 15. Juni 2019 in Kraft getretenen Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung erteilt wurde.
Warum ist ein aktuelles Versicherungskennzeichen so wichtig?
Wer mit abgelaufenem Versicherungskennzeichen unterwegs ist und mit seinem Fahrzeug einen Unfall verursacht, muss den kompletten Schaden aus eigener Tasche bezahlen – inklusive möglicher Schadenersatzforderungen der geschädigten Person. Diese können im Ernstfall mehrere Millionen Euro betragen. Der Versicherungsschutz besteht nur mit einem gültigen Kennzeichen, das immer von März bis Ende Februar des nächsten Jahres gültig ist.
Berufsunfähigkeit – Wie hoch ist das Risiko und im Ernstfall die finanzielle Lücke?
Sicherheit für Ihre Lebensgrundlage. Gesundheit und körperliche Fitness sind für uns häufig selbstverständlich. Doch was, wenn von heute auf morgen plötzlich die Arbeitskraft nachlässt. Die Vorstellung, dass man aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls berufsunfähig werden könnte, ist eher unangenehm und wird gerne beiseite geschoben. Die gesetzliche Unfall- oder Erwerbsunfähigkeitsrente reicht selbst in späteren Jahren nicht annähernd aus, einen annehmbaren Lebensstandard zu bewahren. Mehr Informationen zu diesem Thema >>>
Anders als Pkw müssen Mofas, Mopeds und E-Scooter für den Betrieb auf öffentlichen Straßen nicht bei einer Zulassungsstelle angemeldet werden. Eine Betriebserlaubnis und ein gültiges Versicherungs-Kennzeichen bzw. eine Versicherungs-Plakette reichen. Um erkennen zu können, ob der Versicherungsschutz aktuell ist, wechselt die Farbe jedes Jahr zum 1. März zwischen schwarz, blau und grün.
Wie muss ich mein Mofa / Moped / Roller versichern?
Hier gilt: Die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung ist ein Muss, eine Teilkaskoversicherung sinnvoll. Die Haftpflichtversicherung übernimmt alle Schäden, die mit dem Fahrzeug anderen zugefügt werden. Wer sehr an seinem Fahrzeug hängt, sollte eine Teilkaskoversicherung in Betracht ziehen. Diese Versicherung leistet unter anderem bei Wildschäden, Feuer, Überschwemmung oder Diebstahl.
Wo bekommt man ein Moped-Kennzeichen her?
Das Nummernschild können bei einem Versicherer vor Ort abholt werden. Bei den meisten Versicherungsgesellschaften kann man diese auch online beantragen. Informationen zu den Leistungen sowie Konditionen einer Mopedversicherung können unterschiedlich sein. Vergleichen Sie unterschiedliche Mopedversicherungen miteinander. Dies ist ganz einfach und bequem mit dem folgenden Online-Vergleich möglich. Haben Sie einen passenden Tarif gefunden, können Sie diesen direkt online abschließen. Nach Abschluss der Versicherung stellt der Versicherer den Versicherungsschein aus und schickt das Versicherungskennzeichen per Post an den Fahrzeughalter. Die Zusendung des Kennzeichens dauert in der Regel zwischen zwei und fünf Tage. Sobald Sie das Mopedkennzeichen erhalten haben, können Sie es selbstständig am Fahrzeug befestigen.
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